EwHM eröffnet am 21. Februar den zweiten e-CarSharing Standort.

Wir freuen uns, dass wir auf eine Anfrage der Interessengruppe „e-CarSharing in Traben-Trarbach“ kurzfristig reagieren konnten. Auch, um die Auslastung der Fahrzeuge zu optimieren, haben wir den Standort unseres Renault Zoe nach Traben-Trarbach verlegt. Weitere Info’s dazu auf unserer Mobil-Start.


EwHM begrüßte am 8. August 2020 Herrn Landtagsabgeordneten Christian Baldauf (CDU).

Die „Energiewende Hunsrück-Mosel eG“ (EwHM) und der Gemeindevorstand der Ortsgemeinde Monzelfeld trafen am 08. August in der örtlichen Bürgerhalle eine Delegation rund um den CDU-Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl, Christian Baldauf. Durch die Initiative der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Karina Wächter kam Baldauf auf seiner Tour durch die Region auch nach Monzelfeld. Weitere Gäste der Veranstaltung waren u.a. Moritz Petry, Vorsitzender des CDU-Bezirksverband Trier und der Bürgermeister der VG Bernkastel-Kues, Leo Wächter.

Die EwHM stellte das Treffen unter das Motto: „Kommunales, gewerbliches und privates Engagement für die Energiewende in Zeiten veränderter politischer Impulse und unzureichender Anreize seitens des Gesetzgebers“.

In seinem Grußwort betonte Baldauf seine Unterstützung für die Energiewende und den Klimaschutz. Gleichzeitig dürften aber neben der Ökologie auch die Ökonomie nicht außer Acht gelassen werden, die Energiewende müsse bezahlbar bleiben.

Lothar Josten, Bürgermeister von Monzelfeld, ging in seinem Vortrag auf das vielfältige Engagement der Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde ein. Exemplarisch nannte er den Bau des Probenraums an der Bürgerhalle, der komplett in Eigenleistung durch engagierte Monzelfelder Bürger entstand. Ein Engagement mit Alleinstellungsmerkmal ist das über die Region hinaus bekannte Seniorenorchester des örtlichen Musikvereins. Monzelfeld beteiligt sich an den beiden Projekten „Bioenergiedorf“ und „Zukunfts-Check-Dorf“, bei denen der Gemeinde die Chance eröffnet wird, anhand aktueller Erkenntnisse in sozialen, infrastrukturellen, wirtschaftlichen und baulichen Belangen eine zukunftsfähige Strategie mit konkreten Maßnahmenvorschlägen zur Infrastruktur des Ortes zu entwickeln.

Gleichzeitig erläuterte Josten am Beispiel der anstehenden Sanierung der Kita sein Bedauern darüber, dass Gemeinden alleine gelassen würden und notwendige Investitionen die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinden oft überfordern. Neben dem vor drei Jahren fertig gestellten Anbau der Kita müsse nun auch der Altbau aufwändig saniert werden, was den Gemeindehaushalt in Summe mit über einer Million Euro belaste. Das führe zu der absurden Situation, dass sich die Gemeinde für außerordentlich wichtige gesellschaftsbildende Maßnahmen, wie die Betreuung der jüngsten Generation in einer Kita, hoch verschulden müsse. Dabei seien die Gemeinden der Teil des Staates vor Ort, mit dem die Bürger im Alltag am meisten in Kontakt kommen. „Das ist ein direktes Ergebnis von fehlenden Förderprogrammen, die Gemeinden benachteiligen. Daher müsse sich die Politik nicht wundern, wenn sich immer weniger Bürgerinnen und Bürger finden, die sich für Aufgaben engagieren wollen, die wichtige kommunale Funktionen sicherstellen und dadurch soziale Gemeinschaften fördern“ folgert Josten.

Die ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Vorstände der EwHM eG, Rainer van den Bosch und Wolfgang Stein, der sich zusätzlich als ehrenamtlicher 1. Beigeordneter im Gemeinderat Monzelfeld engagiert, stellten die Genossenschaft kurz vor. Gegründet im Februar 2018 mit 17 Gründungsmitgliedern führt die EwHM eG heute bereits 88 Mitglieder und ist aktuell dabei, die neunte PV-Dachanlage zu bauen. In ihrem Vortrag wiesen sie allerdings auch auf die zahlreichen, kleine Unternehmen, Bürger und BürgerEnergieGenossenschaften diskriminierenden, Rahmenbedingungen und unverhältnismäßigen Abgaben und Umlagen beim Bau und Betrieb von PV-Anlagen hin. Die immer vielschichtigeren Beschränkungen, die der Gesetzgeber seit 2012 eingeführt hat, bremsen eine bürgerbestimmte Energiewende massiv aus. Das führe dazu, dass bei der EwHM eG derzeit 59 Projekte wegen Unwirtschaftlichkeit auf Eis lägen. Allein für die 10 größten Projekte, mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro, können deshalb keine Aufträge vergeben werden und es werden keine Impulse für eine zukunftsorientierte Beschäftigung in der Region geschaffen. „Energiewendeprojekte schaffen hohe Wertschöpfung in der Region“ so Wolfgang Stein.

Die Vorstände der EwHM eG äußerten die Hoffnung, dass die Erkenntnisse aus dem Treffen beim künftigen politischen Wirken der Anwesenden einfließen und dass sie entsprechend Einfluss auf die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger beim Bund nehmen, damit die genannten Hemmnisse und Hürden unverzüglich abgebaut werden. Rainer van den Bosch schloss die Veranstaltung mit der Feststellung: „Letztendlich benötigt die Energiewende mehr als Lippenbekenntnisse seitens der Politik. Wir benötigen den klaren Willen und die Unterstützung auf allen politischen Ebenen, für einen Klimaschutz, der den Namen auch verdient, und für eine dezentrale Energiewende mit maximaler regionaler Wertschöpfung. Damit alle die Chance haben, gut zu leben. Heute und in Zukunft.“


EwHM begrüßte am 11. Juli 2020 Herrn Bundestagsabgeordneten Peter Bleser (CDU).

Akteure in der Region Hunsrück-Mosel diskutieren mangelnde Anreize zur Energiewende mit Bundestagsabgeordnetem.

Unter dem Motto: „Kommunales, gewerbliches und privates Engagement für die Energiewende in Zeiten veränderter politischer Impulse und unzureichender Anreize seitens des Gesetzgebers“ lud die BürgerEnergieGenossenschaft „Energiewende Hunsrück-Mosel eG (EwHM)“ zur Diskussion ein.

Am 11. Juli 2020 fand in der Bürgerhalle Monzelfeld ein reger Informationsaustausch zwischen regionalen Akteuren in der Energiewende und dem Bundestagsabgeordneten Peter Bleser (CDU) statt. Peter Bleser vertritt als Bundestagsabgeordneter den Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück in Berlin und ist als Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Energie bei Änderungen zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz direkt beteiligt. 

Die ehrenamtlichen Vorstände der EwHM, Rainer van den Bosch und Wolfgang Stein (der sich zusätzlich als ehrenamtlicher 1. Beigeordneter für den Gemeinderat Monzelfeld engagiert), konnten für die Veranstaltung begrüßen: Als Vertreter der kommunalen Ebene den Bürgermeister der VG Bernkastel-Kues, Leo Wächter, und für die Gemeinde Monzelfeld, Bürgermeister Lothar Josten mit dem 2. Beigeordneten Manfred Bach. Für die gewerbliche Ebene waren die Geschäftsführerin von Metallbau Roth, Annette Roth, und der Geschäftsführer der KLE Energie, Henning Lorang, vertreten. Sowohl die Gemeinde Monzelfeld als auch die beiden regionalen Unternehmen sind Mitglieder der Energiegenossenschaft und unterstützen damit die Arbeit der Vorstände gegen den Klimawandel und für eine lebenswerte Zukunft der nachfolgenden Generationen.

Schon im Jahr 2018 hat die EU-Kommission erkannt, dass die zahlreichen Hürden und Hemmnisse die Energiewende ausbremsen und hat daher den Mitgliedstaaten zahlreiche Vorgaben ins Aufgabenbuch geschrieben. Darin heißt es unter anderem: „Eigenversorger im Bereich erneuerbare Stromversorgung sollen keine diskriminierenden oder unverhältnismäßigen Lasten und Kosten zu tragen haben, und ihnen sollten keine ungerechtfertigten Umlagen und Abgaben auferlegt werden“. Diese sogenannten „RED-II“ Vorgaben der EU-Kommission müssen zwingend bis spätestens Mitte 2021 in nationales Recht überführt worden sein, ansonsten stehen hohe Strafzahlungen an.

In den offenen und zum Teil sehr kritischen Vorträgen wurde bemängelt, dass mit der Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir müssen zugeben, dass wir besser werden müssen“ seitens der politisch Verantwortlichen in Berlin keine glaubhaften Konzepte zur Umsetzung dieser Aufforderung verbunden sind. Im Gegenteil, an zahlreichen konkreten Beispielen wurde gezeigt, wie sehr bestehende und neue Hürden des Gesetzgebers den Ausbau von Erneuerbaren Energien mit Bürgerbeteiligung ausbremsen. Deshalb sei eine deutliche Verbesserung der Konditionen für den Eigenverbrauch aus erneuerbaren Energien-Anlagen dringend geboten.

Weiter wurde von den Vortragenden eine energische Offensive für PV-Freiflächenanlagen angemahnt. So muss die Flächenkulisse ausgeweitet werden, also die ertragsschwachen landwirtschaftlichen Flächen, auf denen PV-Anlagen gebaut werden dürfen. Betont wurde in diesem Zusammenhang, dass Forschungsergebnisse für Freiflächenanlagen einen sehr positiven Beitrag zur Biodiversität belegen – weshalb Bayern Photovoltaik-Freiflächenanlagen als ökologische Ausgleichsmaßnahme anerkennt. Zur Unterstützung der Energiewende darf diese Maßnahme nicht auf Bayern begrenzt bleiben, sondern muss schnell bundeseinheitlich umgesetzt werden.

Peter Bleser zeigte sich im Gespräch zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr eine große Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes beschlossen wird. „Darüber hinaus“, so Bleser, „hat die Bundesregierung schon jetzt mit SINTEG-Projekten und Reallaboren Großversuche laufen, in denen getestet wird, wie die Stabilität des Stromnetzes und die Versorgungssicherheit auch ohne Kohlekraftwerke und Kernenergie sichergestellt werden können. Des Weiteren haben wir vor wenigen Tagen eine Wasserstoffstrategie beschlossen und hierfür weitere 7 Mrd. Euro bereitgestellt. Wasserstoff ist zurzeit das einzige Speichermedium, welches im großen Stil Energie speichern kann.“ Auch sei man zurzeit in der Diskussion über die Ausgestaltung des zukünftigen EEG in Bezug auf die aus der Förderung fallenden Altanlagen, die Regelung von verstärktem Eigenverbrauch, Anreizen bei der Förderung von Windkraft sowie über eine Entbürokratisierung des EEG. Dabei müsse selbstverständlich auch die Kostenentwicklung für den Endverbraucher im Blick behalten werden, so Bleser.

Abschließend betonten alle Gesprächsteilnehmer die konstruktive Stimmung und die Wichtigkeit eines weiteren Austausches zwischen Politik, Kommunen, Bürgern und Unternehmen. Nur so können gangbare Wege gefunden werden, den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzubringen, bei denen eine echte Bürgerteilhabe sowie regionale Wertschöpfung sichergestellt sind.


Politischer Besuch bei der EwHM

17. Januar 2020

Anlässlich eines Informationsbesuchs in der Gemeinde Monzelfeld überreicht Frau Anne Spiegel, Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz in Rheinland-Pfalz der Leiterin der KiTa Monzelfeld, Frau Andrea Mettler ein Präsent für die Kinder der Kita. Damit drückt Ministerin Spiegel ihre Anerkennung aus für die Unterstützung der Kita und der Kita Betreibergesellschaft zur Bildungsarbeit auch der jüngsten Generation für Klimaschutz und die Erzeugung von Erneuerbaren Energien vor Ort.

Hintergrund ist eine Veranstaltung der EwHM, bei der Ministerin Spiegel, in Zeiten fehlender politischer Impulse und unzureichender Anreize seitens des Gesetzgebers, das kommunale, gewerbliche und private Engagement für die Energiewende vorgeführt wurde.

Mit im Bild: Herr Konrad Berg, Geschäftsführer, Gemeinnützige Trägergesellschaft Katholischer Kindertageseinrichtungen im Raum Trier mbH und Frau Jutta Blatzheim-Roegler MdL, Bündnis 90/ Die Grünen im Landtag Rheinland-Pfalz


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Flyer Stand: November 2018

Mitgliederstand vom 31.05.2020

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