* 18.08.2020 Besuch des MdL Christian Baldauf in der Bürgerhalle *

Alles auf der Welt kommt auf einen gescheiten Einfall und einen festen Entschluss an“

Johann-Wolfgang von Goethe

Herzlich willkommen bei der Energiewende Hunsrück-Mosel eG


 

EwHM begrüßt am 8. August 2020 Herrn Landtagsabgeordneten Christian Baldauf (CDU).

Die „Energiewende Hunsrück-Mosel eG“ (EwHM) und der Gemeindevorstand der Ortsgemeinde Monzelfeld trafen am 08. August in der örtlichen Bürgerhalle eine Delegation rund um den CDU-Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl, Christian Baldauf. Durch die Initiative der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Karina Wächter kam Baldauf auf seiner Tour durch die Region auch nach Monzelfeld. Weitere Gäste der Veranstaltung waren u.a. Moritz Petry, Vorsitzender des CDU-Bezirksverband Trier und der Bürgermeister der VG Bernkastel-Kues, Leo Wächter.

Die EwHM stellte das Treffen unter das Motto: „Kommunales, gewerbliches und privates Engagement für die Energiewende in Zeiten veränderter politischer Impulse und unzureichender Anreize seitens des Gesetzgebers“.

In seinem Grußwort betonte Baldauf seine Unterstützung für die Energiewende und den Klimaschutz. Gleichzeitig dürften aber neben der Ökologie auch die Ökonomie nicht außer Acht gelassen werden, die Energiewende müsse bezahlbar bleiben.

Lothar Josten, Bürgermeister von Monzelfeld, ging in seinem Vortrag auf das vielfältige Engagement der Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde ein. Exemplarisch nannte er den Bau des Probenraums an der Bürgerhalle, der komplett in Eigenleistung durch engagierte Monzelfelder Bürger entstand. Ein Engagement mit Alleinstellungsmerkmal ist das über die Region hinaus bekannte Seniorenorchester des örtlichen Musikvereins. Monzelfeld beteiligt sich an den beiden Projekten „Bioenergiedorf“ und „Zukunfts-Check-Dorf“, bei denen der Gemeinde die Chance eröffnet wird, anhand aktueller Erkenntnisse in sozialen, infrastrukturellen, wirtschaftlichen und baulichen Belangen eine zukunftsfähige Strategie mit konkreten Maßnahmenvorschlägen zur Infrastruktur des Ortes zu entwickeln.

Gleichzeitig erläuterte Josten am Beispiel der anstehenden Sanierung der Kita sein Bedauern darüber, dass Gemeinden alleine gelassen würden und notwendige Investitionen die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinden oft überfordern. Neben dem vor drei Jahren fertig gestellten Anbau der Kita müsse nun auch der Altbau aufwändig saniert werden, was den Gemeindehaushalt in Summe mit über einer Million Euro belaste. Das führe zu der absurden Situation, dass sich die Gemeinde für außerordentlich wichtige gesellschaftsbildende Maßnahmen, wie die Betreuung der jüngsten Generation in einer Kita, hoch verschulden müsse. Dabei seien die Gemeinden der Teil des Staates vor Ort, mit dem die Bürger im Alltag am meisten in Kontakt kommen. „Das ist ein direktes Ergebnis von fehlenden Förderprogrammen, die Gemeinden benachteiligen. Daher müsse sich die Politik nicht wundern, wenn sich immer weniger Bürgerinnen und Bürger finden, die sich für Aufgaben engagieren wollen, die wichtige kommunale Funktionen sicherstellen und dadurch soziale Gemeinschaften fördern“ folgert Josten.

Die ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Vorstände der EwHM eG, Rainer van den Bosch und Wolfgang Stein, der sich zusätzlich als ehrenamtlicher 1. Beigeordneter im Gemeinderat Monzelfeld engagiert, stellten die Genossenschaft kurz vor. Gegründet im Februar 2018 mit 17 Gründungsmitgliedern führt die EwHM eG heute bereits 88 Mitglieder und ist aktuell dabei, die neunte PV-Dachanlage zu bauen. In ihrem Vortrag wiesen sie allerdings auch auf die zahlreichen, kleine Unternehmen, Bürger und BürgerEnergieGenossenschaften diskriminierenden, Rahmenbedingungen und unverhältnismäßigen Abgaben und Umlagen beim Bau und Betrieb von PV-Anlagen hin. Die immer vielschichtigeren Beschränkungen, die der Gesetzgeber seit 2012 eingeführt hat, bremsen eine bürgerbestimmte Energiewende massiv aus. Das führe dazu, dass bei der EwHM eG derzeit 59 Projekte wegen Unwirtschaftlichkeit auf Eis lägen. Allein für die 10 größten Projekte, mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro, können deshalb keine Aufträge vergeben werden und es werden keine Impulse für eine zukunftsorientierte Beschäftigung in der Region geschaffen. „Energiewendeprojekte schaffen hohe Wertschöpfung in der Region“ so Wolfgang Stein.

Die Vorstände der EwHM eG äußerten die Hoffnung, dass die Erkenntnisse aus dem Treffen beim künftigen politischen Wirken der Anwesenden einfließen und dass sie entsprechend Einfluss auf die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger beim Bund nehmen, damit die genannten Hemmnisse und Hürden unverzüglich abgebaut werden. Rainer van den Bosch schloss die Veranstaltung mit der Feststellung: „Letztendlich benötigt die Energiewende mehr als Lippenbekenntnisse seitens der Politik. Wir benötigen den klaren Willen und die Unterstützung auf allen politischen Ebenen, für einen Klimaschutz, der den Namen auch verdient, und für eine dezentrale Energiewende mit maximaler regionaler Wertschöpfung. Damit alle die Chance haben, gut zu leben. Heute und in Zukunft.“


Was Energiegenossenschaften alles können zeigt unser Film


 

Eigenstromnutzung eines Projektes in Monzelfeld.

Autarkiegrad 2019

 

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